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Jana Seidel - Gegen den Wind (Windstärke 1 - 12)

Zunächst einmal geht ein sehr großer Dank an den Edel Elements Verlag, der dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und eine Leserunde dazu eröffnet hat.
Inhalt (lt. Klappentext):
Als Lisa ihren Job als Wetterforscherin verliert, ist sie geschockt. Leider bleibt das nicht die einzige Katastrophe in ihrem Leben. Ein schwerwiegender Fehler zwingt sie, ein Angebot ihres Bruders anzunehmen, das man eigentlich ablehnen sollte … Von da an bläst ein stürmischer Wind durch das Leben der jungen, alleinerziehenden Mutter. Als Hamburgerin ist sie zwar eine steife Brise gewohnt und setzt alles daran, sich nicht unterkriegen zu lassen – doch was tun, wenn aus der steifen Brise am Ende ein tobender Orkan wird? Zum Glück gibt es da noch ihren netten Mitbewohner Paul und die wunderbar verschrobene Frau Holle, die sie tatkräftig unterstützen – auch wenn Lisas chaotische Familie mal wieder querschießt. 

Meinung:
Der Inhalt bzw. der Klappentext klingt super. Ich hatte mir einen witzigen und spritzigen Roman erhofft, bzw. mehrere witzig spritzige Kurzromane, hier aber eben direkt hintereinander weg. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Ich fand die Geschichten selten witzig, wahnwitzig würde die Geschichte eher beschreiben. Ich hatte oft das Gefühl, dass die Geschichte, die Wendungen, die Überraschungen viel zu gewollt waren und daher super aufgesetzt klangen. Manchmal war ich sogar richtig genervt, wenn wieder etwas total Unlogisches passiert ist. Ich muss auch gestehen, dass ich nicht alle Geschichten gelesen habe, sondern zwischendurch immer mal wieder eine ausgelassen habe. 

Auch die Charaktere waren mir nicht sehr sympathisch. Mit Lisa konnte ich mich nicht so recht anfreunden und auch ihre gesamte Familie war für mich eher verstörend und nervig als liebenswert und sympathisch. Wobei ich ihren Bruder noch am schlimmsten fand und am allerschlimmsten daran, dass Lisa seinen Wunsch - den ich jetzt nicht verrate - allen Ernstes akzeptiert hat. Von da an war das Buch für mich vorbei. Und dann auch das Ende, also Roman ist ganz ganz schlimm. 

Davon mal abgesehen sind viele Erzählstränge super übertrieben und überhaupt nicht realistisch. Wie das Töten einer Biene zu einem Hausbrand ausarten kann, bleibt für mich immer noch fragwürdig. 

Fazit:
Ich hatte mir von der Geschichte etwas erhofft, das leider nicht erfüllt wurde. Leider hat die Geschichte mich enttäuscht und mir auch nicht sehr viel Spaß gemacht zu lesen. Dennoch vergebe ich 2 Sterne, da man Urlaubslektüre ja bekanntlich immer lesen kann.

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