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Auf der Suche nach Erleuchtung fand ich das Licht (mein Weg von Buddha zu Jesus) - Tenzin Lahkpa, Eugene Bach

Inhalt:
Tenzin Lahkpa wird von seinen Eltern gezwungen dem ortsansässigen Kloster beizutreten und ein Mönch zu werden. Anfangs noch wütend und verzweifelt über die Entscheidung seiner Eltern, lernt er jedoch recht schnell, was es heißt, ein Mönch zu sein und findet auch Gefallen an seinem neuen Leben. Doch Tenzin bleibt nicht lange glücklich, er weiß nicht, warum, aber er scheint die Erleuchtung, nach der er so zielstrebig sucht, einfach nicht näher zu kommen. Bis sein Onkel aus Amerika auftaucht...

Meinung:
"Unser irdischer Leib (...) hat beständig Durst, Sehnsucht und Verlangen nach den Dingen, die für unser Überleben gar nicht wichtig sind. Obwohl wir haben, was wir zum Leben brauchen, will unser Körper immer noch mehr und wenn wir diesen Durst und diese Bedürfnisse stillen, will er noch mehr haben. Das ist ein Teufelskreis, der unsere Gedanken in Beschlag nimmt und niemals aufhört. (...) Unsere Gier ist unersättlich und selbstzerstörerisch."


Ich fand das Buch sehr interessant, vor allem die Einblicke in einen Teil des Buddhismus, den ich so noch nicht kannte. Es wurden einem die Augen geöffnet und ich habe sehr viele Dinge gelernt, die ich vorher nicht wusste bzw. auch noch nie von gehört hatte. 

Es war sehr spannend Tenzin auf seinem Weg zur Erleuchtung zu begleiten und seine Gedanken und Gefühle zu erfahren. Der Weg war nämlich buchstäblich und metaphorisch gesprochen wirklich kein leichter. 

Ich war hin und her gerissen, ob ich dem Buch 3 oder 4 Sterne geben soll, habe mich dann aber doch für 3 Sterne entschieden, weil das Gleichgewicht im Buch, für meine Begriffe, nicht ausgewogen ist. 75% des Buches sind dem Buddhismus gewidmet, dann kommt urplötzlich die Erleuchtung und Tenzin wechselt seinen Glauben. Es werden keine richtigen Gründe genannt, es fehlen manche Zusammenhänge und Erklärungen, sodass das Buch am Ende abgehackt und nicht rund erscheint. Hinzu kommt, dass das Ende zu werbend verfasst wurde, ohne berechtigte Gründe zu nennen. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich bin gläubige Christin, aber mir ging das Ende einfach zu schnell. 

Dazu kommt, dass ich den Schreibstil am Anfang nicht ansprechend finde. Ich finde die Kapitel zu kurz, sodass man gar nicht so richtig in die Thematik hineinkommt und die Perspektive zu kindlich. Dies wird im Laufe des Buches aber deutlich besser. Zum Ende hin hat nicht nur Tenzin, sondern auch der Schreibstil des Buches eine große Entwicklung durchgemacht. 

Der stärkste Teil war für mich der mittlere. Dieser war sehr spannend, super interessant und aufschlussreich und auch der Teil, für den sich das Lesen des Buches lohnt!

Fazit:
interessantes und spannendes Buch mit Schwächen am Anfang und am Ende.

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