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Blauer Hibiskus - Chimamanda Ngozi Adichie

 Wow. Ziemlich heftige Geschichte. Ich habe andere Rezensionen zu diesem Buch gelesen, in denen einige Leute gesagt haben, dass sie das Buch nicht zu Ende lesen konnten, weil sie die Geschichte zu schlimm fanden. Ja, ich fand manche Szenen auch ziemlich schlimm, aber jetzt auch nicht so sehr, dass ich nicht zu Ende lesen konnte. Da waren wohl einige sehr zart besaitet. 


Inhalt: 

Kambili und ihr Bruder Jojo leben mit ihren Eltern in einem großen Haus, umgeben von Hibiskussträuchern. Für Kambili und ihren Bruder hat jeder Tag einen strengen Ablauf: Schule, Essen, Lernen, Beten, Essen, Lernen, Schlafen. Kambilis Vater ist sehr streng und sehr gläubig. Für ihn ist das Wichtigste, dass seine Kinder die Besten sind. Zweitbeste sein, wird bestraft. 

Kambilis Vater muss selber aber auch um Einiges kämpfen. In Nigeria nehmen politische Unruhen ihren Lauf und dann kommt auch noch Kambilis Tante und will nicht nur die Erziehung der beiden, sondern ihr ganzes Leben verändern.


Meinung:

Manche Stellen waren echt heftig. Der Vater geht gar nicht! Zwischendurch war ich so unfassbar wütend!! Fast noch schlimmer fand ich allerdings Kambilis Mutter, die alles tatenlos mit angesehen und dann auch noch sein Verhalten entschuldigt hat. Unfassbar!

Dieses Buch ist wirklich nichts für zu zart besaitete Menschen, Kambilis Leben hat es echt in sich. 

Der Schreibstil hat mir eigentlich ganz gut gefallen, wobei ich es manchmal etwas zu emotionslos fand. Es wird aus der Sicht der 15-jährigen Kambili erzählt und sie erscheint mir manchmal echt abgestumpft und emotional trocken zu sein. Das fand ich manchmal nicht so passend, kann aber natürlich auch an der strengen Erziehung des Vaters liegen, das sie so ist. 

Zum Ende hin gibt es noch eine kleine Liebesgeschichte, die ich persönlich zu viel fand. Dieser Strang hätte weggelassen oder abgeändert werden können.

Trotzdem, insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen und da kann man echt froh sein, dass man nicht Kambili ist. 

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