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Alina Bronsky - Das Geschenk

Inhalt:

Kathrin und Peter wollten an Weihnachten eigentlich gemeinsam in den Urlaub fahren, doch lädt sie aus heiterem Himmel ihr alter Freund Klaus zu sich ein, den sie schon mehrere Jahre nicht mehr gesehen und auch gar keinen Kontakt zu hatten. Als sie angekommen, werden sie von Klaus' neuer Freundin begrüßt, denn seine Frau ist leider verstorben. Die beiden entscheiden sofort, sie mögen die neue Freundin nicht. 


Meinung:

Das Buch ist recht kurz, man kann es ohne Probleme in einem Rutsch durchlesen. Das Problem bei kurzen Büchern ist eben, dass die Charaktere meist oberflächlich bleiben und auch die Geschichte nicht unbedingt sehr viel Tiefe bekommt. So ist es leider hier der Fall. Man lernt die Figuren nicht sehr gut kennen, kann viele ihrer Handlungen nur bedingt und schwer nachvollziehen. Auch die Geschichte bleibt recht distanziert. Auch wenn ein wichtiges Thema angesprochen wird, gibt es sehr viele Klischees, wenig Reflektion seitens Kathrin und Peter und teilweise kommen Wendungen sehr abrupt und nicht zu Ende erzählt daher. 

Ich hatte eigentlich eine weihnachtliche, lustige Geschichte erwartet. Ich fand die Geschichte weder weihnachtlich, sie könnte wirklich zu JEDER Zeit spielen, noch besonders lustig. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, überhaupt geschmunzelt zu haben, 

Dennoch ist der Schreibstil flüssig und lässt sich ganz gut lesen. Man kann das Buch lesen, aber muss man nicht unbedingt. 

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