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Die Einherjer - Helgrind -- Pascal Wokan

Ein großer Dank geht an Pascal Wokan, der dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. DANKE! Dieser Umstand hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Inhalt (lt. Klappentext):
Es liegt nun an den Gefährten um Asgrim Krummfinger, einen offenen Krieg in Skaldheim zu verhindern, nachdem der König des Südens einem Draugr zum Opfer fiel. Doch auch ein alter Gefährte tritt aus den Schatten und bringt das Machtgefüge ins Wanken. Währenddessen begreift Asgrim, dass es nicht ausreichen wird, den Orden der Einherjer neu zu gründen, um die Armeen der Riesen aufzuhalten. Helheim ruft nach ihm und fordert, dass er seine blutige Vergangenheit anerkennt und ans Licht bringt. Nur dann wird er erkennen, wie er Götter und Menschen zueinander führen kann, um Ragnarök und das Ende seiner Heimat zu verhindern … 



Meinung:
Was soll ich groß sagen? Ich war ein absoluter Fan der beiden vorherigen Bände und bin ein genauso großer Fan von diesem Band.
Wie auch in den beiden Bänden zuvor, gibt es einen Wechsel zwischen der Gegenwart und Asgrims Vergangenheit und dieser Wechsel ist einfach genial. Beide Erzählstränge sind dramatisch und spannend und man will einfach immer wissen, wie es weitergeht. Und das in beiden Zeiten gleichermaßen. Mal ist die Vergangenheit spannender, mal die Gegenwart. Ich konnte das Buch quasi nicht aus der Hand legen. Die Zeitsprünge waren überhaupt nicht schwierig nachzuvollziehen oder sich wieder an die jeweiligen Geschehnisse zu erinnern. Dabei hilft auch, dass es Überschriften und auch Unter-Überschriften gibt, die sagen, in welcher Zeit man sich befindet.

"Erfrischend? Ich würde diesem Arsch gerne mal zeigen, wie erfrischend meine Faust sein konnte."

Wir treffen auf alte Bekannte wieder, die mir das ein oder andere mal ein Lachen bzw. Schmunzeln hervorgerufen haben. Ich bin echt ein Fan von den Charakteren in den Büchern. Es gibt so viele verschiedene Persönlichkeiten, die dem Leser ganz viel bieten. 

"Rechts daneben Gnupa Faulzahn (...). Er bohrte sich ungeniert in der Nase und nahm [alles] so gelassen hin, als wäre er nur mal kurz kacken gewesen."

Die Sprache ist einfach klasse. So schon ehrlich und derb, bodenständig und ohne viele Ausschweifungen oder Umstände. So mag ich das. Die Charaktere sagen, was sie denken und nehmen wirklich kein Blatt vor den Mund, das finde ich super! Pascal Wokan ist sich seinem Schreibstil und seinen Charakteren treu geblieben. 

"Du warst schon immer ein Wichser, Krummfinger, aber jetzt hat dir wohl endgültig jemand ins Gehirn geschissen."

Asgrim macht eine Verwandlung durch, die ich sehr schön fand. In diesem Band erfährt man so einiges über seine Vergangenheit, seine Beweggründe und auch, warum er sich nicht mehr an seine Vergangenheit erinnern kann bzw. konnte. Er befand sich ja in den beiden vorherigen Bänden auf einem Selbstfindungstrip und dieser kommt hier zu einem entscheidenden nächsten Schritt. Man merkt, dass die Charaktere nicht flach bleiben, sondern tief und detailliert ausgearbeitet werden.

"Mein Atem ist das Feuer der Sonne. Meine Stimme bringt die Hoffnung und meine Seele verkörpert Ruhm und Ehre."

"Ein Grinsen stahl sich auf mein Gesicht. Fast schmerzte es, diese Gesichtsmuskeln zu nutzen, nachdem ich sie lange Zeit nicht verwendet hatte."

Das Ende ist mal wieder richtig gemein! Es macht so Lust auf den nächsten Band, dass es mich ganz verrückt macht, jetzt nicht direkt weiterlesen zu können. 

Fazit:
Auch der dritte Teil der Saga ist mal wieder sehr stark. Unfassbar spannend, dramatisch, witzig und einfach nur genial. Ich kann diese Reihe echt nur jedem empfehlen. Absolute Leseempfehlung! 

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